| Funkuhr |
Nach einem Batteriewechsel läuft eine Funkuhr nicht mehr. Die Uhr wird zerlegt und das Uhrwerk geöffnet bis die Elektronik zugänglich ist. Interessant ist, dass die Uhr läuft, wenn in zerlegtem Zustand die Batterie "angeschlossen" wird.. Analyse:
Die Uhr lief, bis die Batterie ausgewechselt wurde. Die Uhr wurde zerlegt und das Uhrwerk geöffnet. Die Batterie wurde an die Kontakte an der ausgebauten Leiterplatte angeklemmt...und siehe da, die Uhr läuft. Leiterplatte zurück ins Gehäuse - Uhr läuft nicht. Um das zu begreifen wurde dieses "Spiel" mehrmals wiederholt. Die Vermutung liegt nahe, dass etwas mit der Kontaktierung nicht stimmt. Im eingebauten Zustand wird ein externes Netzgerät für die Speisung des Uhrwerks angeschlossen: die Uhr läuft. Offensichtlich hat man es hier mit einem Kontaktproblem zu tun, das nur auftritt, wenn wegen der Batterie zwischen den Kontakten eine bestimmte Kraft auf die Lötstellen der Batterieanschlusskontakte ausüben. Genaues Hinschauen (mit Lupe) zeigt, dass Leiterbahnen, die von der Batteriekontaktierung wegführen abgerissen sind. Dies kann man sich mit der mechanischen Belastung erklären, die beim Batteriewechsel entstanden ist. Bilderklärung: bei der grossen eckigen Lötstelle ist der Batteriekontakt angelötet. Die Lötstelle ist von der Leiterplatte abgehoben (Bild oben).An der rechten Schmalseite der Lötstelle führt eine dünne Leiterbahn weg (und verschwindet unter dem scharzen "Fleck") An der Breitseite der Lötstelle ist die Verbindung zu den beiden SMD-Bauteilen unterbrochen. Uebrigens: unter dem schwarzen "Fleck" befindet sich ein Silizium-Chip; also ein IC ohne das übliche Gehäuse. Dies wird aus Platzgründen aber auch aus Kostengründen in billigen Geräten so gemacht. Lösung:Die abgerissenen Leiterbahnen wurden mit kurzen Drähten wieder mit dem Batteriekontakt verbunden. Die Uhr läuft wieder. Am kurzen Leiterbahnrest ist es schierig zu löten. Die Leiterbahn darf nicht zu sehr erhitzt werden, da sonst die Gefahr besteht dass diese sich auch ablöst. Eine Reparatur wird dann fast unmöglich. Um die noch vorhandenen Leiterbahnen nicht zu stark zu "stressen" wurde nach einem erfolgreichen Anlötversuch weiteres Erhitzen unterlassen. Die elektrische Verbindung ist vorhanden - die Optik ist dadurch etwas zu kurz gekommen. Aufwand: ca. 30 Minuten Alternative: neue Uhr oder mindestens neues Uhrwerk.... |
Nach einem Batteriewechsel läuft eine Funkuhr nicht mehr. Die Uhr wird zerlegt und das Uhrwerk geöffnet bis die Elektronik zugänglich ist. Interessant ist, dass die Uhr läuft, wenn in zerlegtem Zustand die Batterie "angeschlossen" wird.
Die Uhr lief, bis die Batterie ausgewechselt wurde. Die Uhr wurde zerlegt und das Uhrwerk geöffnet. Die Batterie wurde an die Kontakte an der ausgebauten Leiterplatte angeklemmt...und siehe da, die Uhr läuft. Leiterplatte zurück ins Gehäuse - Uhr läuft nicht. Um das zu begreifen wurde dieses "Spiel" mehrmals wiederholt.
Genaues Hinschauen (mit Lupe) zeigt, dass Leiterbahnen, die von der Batteriekontaktierung wegführen abgerissen sind. Dies kann man sich mit der mechanischen Belastung erklären, die beim Batteriewechsel entstanden ist.
Bilderklärung: bei der grossen eckigen Lötstelle ist der Batteriekontakt angelötet. Die Lötstelle ist von der Leiterplatte abgehoben (Bild oben).